Häufig gestellte Fragen

Welche Form des Heizens ist die ökologischste? Holzofen oder Pelletofen?

Der Wirkungsgrad eines Pelletofens kann bis zu 90 % erreichen, aber die graue Energie (= die Energie, die zur Herstellung eines Produkts benötigt wird), die zur Herstellung von Pellets erforderlich ist, ist größer.

Ein Holzofen hat dagegen einen Wirkungsgrad von etwa 75 %, dafür benötigt der Brennstoff weniger graue Energie.

Woher weiß ich, ob mein Ofen veraltet ist?

Geräte, die vor dem Jahr 2000 hergestellt wurden, gelten als veraltet und belasten die Umwelt stärker. Die Dichtigkeit (Tür, Dichtungen) und die doppelte Luftzufuhr sind wichtige Bauteile, die es zu berücksichtigen gilt. Moderne Öfen verfügen über zwei Wege für die Luftzufuhr (Primär- und Sekundärluft), was eine bessere Verbrennung ermöglicht. Neueste Technologien haben einen höheren Wirkungsgrad (die Wärmemenge, die pro verbranntem Holzscheit an den Raum abgegeben wird).

Ab einem Wirkungsgrad von 75 % gilt ein Scheitholzofen als innovativ und mit neuester Technologie ausgestattet.

Woher weiß ich, wie leistungsfähig mein Gerät ist?

Die Leistung eines Scheitholzofens kann mit Hilfe von zwei Kriterien berechnet werden: dem Wirkungsgrad (der Wärmemenge, die pro verbranntem Holzscheit an den Raum abgegeben wird) und dem Ausstoß an Feinstaub und anderen VOC (flüchtige organische Verbindungen). Es gibt europäische Normen, aber es ist besser, sich an einen Hersteller zu wenden und die Kenndaten zu überprüfen.

Wenn man von einem modernen und leistungsfähigen Gerät spricht, sind eine ganze Reihe von eingebauten Technologien maßgeblich, wie die Dichtigkeit oder die Sekundärluftzufuhr (Gestaltung, Regelungsmöglichkeiten etc.). Die Qualität des Geräts, der Einbau und die Regelungsmöglichkeiten sind die wichtigsten Kriterien. Aber: Selbst wenn man über das leistungsfähigste Gerät auf dem Markt verfügt, kommen all seine Umwelt- und energetischen Vorteile nur zum Tragen, wenn das Gerät richtig verwendet wird, richtig gewartet wird und bewährte Verfahrensweisen eingehalten werden.

Kann man mit jedem Holz Feuer machen? Gibt es eine Holzart, die besser ist?

Im allgemeinen bevorzugt man das Holz von Laubbäumen (Eiche, Buche, Hainbuche etc.), da es dichter ist, was eine langsamere Verbrennung ermöglicht und man somit weniger oft Holz nachlegen muss. Dieses Holz ist daher gut geeignet.

Umgekehrt verwendet man das Holz von Nadelbäumen seltener, denn es hat eine geringere Dichte und verbrennt schneller. Der Ofen hat so weniger Zeit, um die Wärme zu speichern und wieder abzugeben. Die Wärme entweicht schneller, beschädigt möglicherweise das Gerät und verteilt sich weniger im Raum.

Was ist von Briketts aus gepresstem Holz und von Braunkohle zu halten? Sind diese vorteilhafter?

Briketts aus gepresstem Holz sind wie große Pellets, sie werden aus gepressten Holzspänen oder Sägemehl hergestellt. Briketts aus Braunkohle dagegen sind wie Kohle und belasten die Umwelt stärker. Nicht alle Geräte sind für diese Art von Brennstoff geeignet.

Der Vorteil von Holzbriketts besteht darin, dass sie aufgrund des Fertigungsprozesses bereits trocken sind. Damit lässt sich die genaue Menge bestimmen, die man für eine bestimmte Brenndauer benötigt.  Sie können in der Wallonie hergestellt werden, indem die Nebenprodukte lokaler Forstprodukte verwertet werden.

Der Nachteil ist, dass sie mehr Staub und Asche erzeugen als ein Holzscheit und ziemlich teuer sind.

Wie kann ich prüfen, ob das Holz trocken genug ist?

Der Feuchtigkeitsgehalt des Holzes muss unter 18 % liegen, um eine gute Verbrennung zu ermöglichen. Sie können diesen Wert mit einem Holzfeuchtemessgerät (im Baumarkt erhältlich) bestimmen oder Ihre Holzscheite betrachten: Wenn sie eine graue Farbe angenommen haben, an den Enden rissig sind und wenn es „hohl klingt“, wenn Sie sie gegeneinander schlagen, kann man davon ausgehen, dass die Scheite trocken genug sind.

 

Die ideale Trockendauer beträgt 2 Jahre. Die Holzscheite sollten vor Regen geschützt sein, aber nicht vor Wind, weil dieser die Scheite trocknen lässt. Idealerweise hat man einen großen Holzvorrat im Freien und eine kleinere Menge in der Wohnung (z. B. Holzfach, Korb etc.), damit die Scheite Zeit zum Trocknen haben, nachdem sie dem Wetter ausgesetzt waren (oberflächliche Restfeuchte) und bevor sie in den Ofen gelegt werden.

Wie kann ich mit dem Top-down-Verfahren Feuer machen?

Die ersten Versuche mit dem Top-down-Verfahren zur Feuerentfachung können frustrierend sein. Es setzt voraus, dass man seinen Ofen kennt und erfordert ein paar Versuche zur Feuerentfachung, bis man seine Anwendung beherrscht.

Bevor man anfängt, müssen ein paar Dinge überprüft werden, damit es mit dem Anzünden klappt: Das Holz muss richtig trocken und die Luftzufuhr komplett geöffnet sein. Sie können am Anfang die Tür angelehnt lassen, um sicherzustellen, dass das Feuer gut brennen kann und schließen sie dann wieder, sobald es richtig brennt.

Wenn sich die Holzscheite entzündet haben, ist ein guter Zeitpunkt, um zu sehen, ob das Feuer zu brennen begonnen hat. Falls das Feuer nicht richtig brennen will, können Sie Kleinholz nachlegen, um einen guten Temperaturanstieg zu gewährleisten. Das funktioniert ebenso mit einem natürlichen Feueranzünder, z.B. Holzwolle.

Mit welcher Leistung soll ich meinen Ofen betreiben?

Die Verbrennung sollte sich idealerweise immer im Bereich der vom Hersteller empfohlenen Leistung bewegen (= Nominalleistung). Dies gewährleistet einen hohen Wirkungsgrad und niedrige Emissionen. Aber Achtung, hierzu muss das Gerät richtig dimensioniert sein. In gewissem Umfang können Sie die Holzmenge in Ihrer Feuerstelle reduzieren, um einen zu starken Leistungsanstieg zu vermeiden.

Ist es besser, den Ofen bei maximaler Leistung zu betreiben oder ist eine langsame Verbrennung vorteilhafter?

Wenn Sie einen überdimensionierten oder unterdimensionierten Ofen haben und Sie ihn nicht mit der empfohlenen Leistung betreiben, halten Sie sich nicht an die Bedingungen, für die er gedacht ist. Dies kann dann zu Problemen wie einer unvollständigen, umweltschädlichen oder leistungsschwachen Verbrennung führen.

Schlecht ist ein „verkohlender“ Ofen. Das heißt ein Ofen, der mit viel Rauchentwicklung arbeitet und der nicht genügend Luft, also Sauerstoff in der Brennkammer hat. In diesem Moment sieht man, dass das Holzscheit nicht mehr brennt, es verkohlt und gibt grauen oder schwärzlichen Rauch ab. Das ist sehr schlecht, weil dann in großen Mengen Feinstaub emittiert wird.

Besser ist eine langsame Verbrennung (nicht zu verwechseln mit der umweltschädlichen langsamen Verbrennung), die eine Speicherung der Hitze in der Masse des Geräts ermöglicht und die Wärme länger an die Umgebung abgibt.

Die Scheibe ist schwarz, ist das normal? Wie kann ich sie reinigen?

Wenn bei jeder Benutzung am Abend die Scheibe komplett geschwärzt ist, stimmt etwas nicht. Eine Scheibe, die ungewöhnlich schnell verrußt, ist ein Zeichen für eine schlechte Verbrennung. In diesem Fall ist es vielleicht erforderlich, die Luftzufuhr des Ofens etwas genauer einzustellen. Bei einer sauberen Verbrennung lassen sich die schwärzlichen Spuren relativ leicht entfernen.

Für die Reinigung gibt es verschiedene Möglichkeiten: eine klassische Reinigung mit Spezialprodukten, die für die Entfernung dieser Art von Ablagerungen entwickelt wurden oder eine natürlichere Reinigung mit Asche und einem Stück Stoff oder einem Küchentuch, um die Ablagerungen auf der Scheibe zu entfernen. Achten Sie darauf, dass Sie nur Produkte für Öfen verwenden und dass weder Asche noch Reinigungsprodukte auf die Dichtungen und den Lack gelangen, da deren Scheuerwirkung diese besonders empfindlichen Teile des Geräts beschädigen kann.

Muss ein verrohrter Schornstein zweimal jährlich gekehrt werden?

Ja. Egal, um welche Art von Schornstein (verrohrt, Edelstahl) es sich handelt, die Reinigung durch den Kaminkehrer ist unerlässlich. Auch wenn die Rußablagerungen in einem verrohrten Kamin weniger stark sind als in einem gemauerten, wird es immer zu Verschmutzungen kommen. Der Kehrvorgang ist notwendig und muss durch eine Fachkraft erfolgen, damit das Gerät nicht beschädigt wird. Die Wartung ist daher sowohl für Holzöfen als auch für Pelletöfen einmal pro Jahr notwendig und vorgeschrieben. Dies ist eine Frage der Sicherheit und der richtigen Wartung der Anlage.

Wie kann ich die Asche umweltgerecht entsorgen?

Asche besteht aus mineralischen Bestandteilen, die nicht verbrannt wurden. Sie können sie daher in kleinen Mengen im Garten oder im Gemüsegarten verwenden, aber nur, wenn Sie ausschließlich natürliches Holz verbrannt haben. Achten Sie darauf, nicht alles am selben Ort ausbringen, die Mineralstoffkonzentration wäre sonst zu hoch.

Sie können die Asche auch dazu verwenden, um die Scheibe mit einem feuchten Tuch zu reinigen.

Kann es bei einem Holzofen zu einer Kohlenmonoxidvergiftung kommen? Was kann ich tun, um das Risiko zu minimieren?

Ja, dieses Risiko besteht, aber normalerweise sollte das nicht passieren. Kohlenmonoxidvergiftungen (CO) im Zusammenhang mit dem Betrieb eines beliebigen Heizgeräts (Ofen, Heizkessel, Durchlauferhitzer etc.) sind auf ein Problem mit der Luftzufuhr oder dem Rauchabzug zurückzuführen.

Die Wartung ist daher sehr wichtig, um Risiken im Zusammenhang mit der Nutzung zu vermeiden. Mit einem richtig eingebauten, richtig genutzten und gut gewarteten Gerät lassen sich alle Risiken verringern. Wenn Sie dagegen einen alten Ofen haben, ist das Risiko einer CO-Belastung höher.