Wann spricht man von „erhöhter Luftverschmutzung“?

Ein Verschmutzungsspitzenwert wird durch sehr hohe Konzentrationen eines Schadstoffes festgelegt, die eine vorbestimmte Schwelle überschreiten. Es gibt 2 Arten: den vom Sommer, der mit dem Ozon zusammenhängt, und den vom Winter oder Frühling, der mit dem Feinstaub zusammenhängt.

Die Ozonbildung und die entsprechenden Spitzenwerte hängen vorwiegend von Wetterbedingungen der Sonneneinstrahlung und Wärme ab.

Die durch Feinstaub verursachten Spitzenwerte ihrerseits sind das Ergebnis von Emissionen, die durch Heizung, Industrie, Verkehr und Düngung in der Landwirtschaft hervorgerufen werden.

Luftverschmutzung bedeutet, dass eine unerwünschte Präsenz von Verunreinigungen (Feinstaub) in der Luft vorliegt bzw. ein anormal hoher Anteil bestimmter Substanzen (Ozon, Stickoxid, usw.).

Bei Feinstaub handelt es sich um Luftschadstoffe, die vor allem (in Belgien) durch menschliche Tätigkeiten verursacht werden. Die Partikel können von sehr unterschiedlicher Größe sein. Die bekanntesten sind die PM10, d. h. Partikel, deren Durchmesser weniger als 10 Mikrometer (µm) beträgt.

Allerdings gibt es weitere Fraktionen kleinerer Partikel (in den PM10): die PM2.5 mit einem Durchmesser unterhalb von 2.5 µm, BC oder Black Carbon und die UFP oder Ultra Fine Particles mit einem Durchmesser unterhalb von 0.1 µm. Je kleiner der Durchmesser, desto nachteiliger die Auswirkung auf die Gesundheit.

Weitere Informationen in „Welche Auswirkung hat der Feinstaub auf meine Gesundheit? (s. unten).

Ein Verschmutzungsspitzenwert wird durch sehr hohe Konzentrationen eines Schadstoffes festgelegt, die eine vorbestimmte Schwelle überschreiten. Es gibt 2 Arten: den vom Sommer, der mit dem Ozon zusammenhängt, und den vom Winter oder Frühling, der mit dem Feinstaub zusammenhängt.

Die Ozonbildung und die entsprechenden Spitzenwerte hängen vorwiegend von Wetterbedingungen der Sonneneinstrahlung und Wärme ab.

Die durch Feinstaub verursachten Spitzenwerte ihrerseits sind das Ergebnis von Emissionen, die durch Heizung, Industrie, Verkehr und Düngung in der Landwirtschaft hervorgerufen werden.

Smog ist die Zusammenziehung der englischen Wörter Smoke (Rauch) und Fog (Nebel). Vor mehr als 50 Jahren bezeichnete der Begriff eine hohe Verschmutzung, sichtbar in Form von dichten Wolken. Heute entspricht Smog einem Zeitraum erhöhter Luftverschmutzung, aufgrund von:

  • Partikeln im Winter oder Frühjahr;
  • Einer komplexen Mischung aus Partikeln und Gasen infolge der Sonneneinwirkung auf bestimmte Schadstoffe, darunter vor allem Ozon.

In Belgien bestehen verschiedene Feinstaubkonzentrationsschwellen (PM10: Partikel mit einem Durchmesser unterhalb von 10 µm). Diese Konzentrationen werden für jede Region von der Interregionalen Umweltagentur (CELINE) berechnet:

  • Informationsschwelle bei 50 µg/m³ (gültig für die 3 Regionen). Lagen die Konzentrationen in den letzten 24 Stunden über 50 µg/m³ und ist nicht mit einer Verbesserung in den nächsten 24 Stunden zu rechnen, verschickt CELINE ein Infoblatt mit Informationen über die Gründe der Verschmutzung, den aktuellen Stand und die voraussichtliche Entwicklung, die Art der Schadstoffe und die allgemeinen Empfehlungen im Bereich Gesundheit und Verhaltensweisen. 
  • Alarmschwelle bei 70 µg/m³ (gültig für die 3 Regionen). Ist in den folgenden 2 Tagen mit durchschnittlichen Konzentrationen von mehr als 70 µg/m³ zu rechnen, verschickt CELINE einen Smogalarm. Dieser Alarm bedeutet, dass konkrete Maßnahmen zu treffen sind (insbesondere Geschwindigkeitsbegrenzung).
  • Verstärkte Alarmschwelle bei 100 und 200 µg/m³ für Brüssel und 150 µg/m³ für die Wallonie (letztere Schwelle wurde nie erreicht). Bei dieser „verstärkten Schwelle“ müssen die zu treffenden Maßnahmen verstärkt werden.

Eine Karte mit den Konzentrationsgraden in Belgien ist erhältlich unter http://www.irceline.be/fr.

Sie können sich auf der Website von CELINE registrieren, um die Infoblätter bei der Überschreitung einer Schwelle zu erhalten (s. oben).

Es besteht auch die Möglichkeit, sich auf einem SMS-Informationsportal anzumelden. Dieser Service ist zugänglich über die Website der Wallonischen Region oder die Website der Region Brüssel-Hauptstadt.

Zurzeit liegen nur wenige Zahlen für die Holzheizung im Besonderen vor.

In der Wallonie stellt jährlich die Heizung von Wohngebäuden (alle Brennstoffarten, aber mit Holz als Hauptenergieträger) 45 % der durch menschliche Tätigkeit verursachten Emissionen von Feinstaub (PM10) dar, vor der Industrie (23 %) und dem Transport (15 %). Diese hohen Werte sind jedoch nicht repräsentativ für den Gesamtprozentsatz von PM10 in der Luft, resultierend aus der Verbrennung von Holz, der weit niedriger ausfällt. Dieser kann übrigens stark variieren, je nach örtlichen Umständen.

Die bei einer erhöhten Luftverschmutzung in der Wallonischen Region gegebenen Empfehlungen, neben denen für den Verkehr, sind:

  • Kontrollieren Sie die Heiztemperatur in den Wohnräumen, indem Sie z. B. die Temperatur um 1 °C reduzieren. Anmerkung: Dieser Ratschlag gilt nicht für den Holzofen, da dieser nicht über ein Thermostat in der Wohnung reguliert wird.
  • Vermeiden Sie die Benutzung Ihres alten Ofens, wenn Sie einen solchen besitzen. Diese alten Öfen sind weniger leistungsfähig und verursachen daher größere Emissionen von Feinstaub.
  • Sorgen Sie stets für eine verantwortungsbewusste Nutzung Ihrer Heizung das ganze Jahr über.

Nicht vergessen, die Ratschläge auf der Site lamaitrisedufeu.be zu befolgen!

Je kleiner die Partikel sind, desto häufiger dringen sie in den Lungenapparat ein und stellen ein Risiko für die Gesundheit dar. Wohlgemerkt liegt die Gefahr dieser Partikel für unsere Gesundheit in ihrer Akkumulation, die zu einer Luftverschmutzung führt. Die Symptome hängen von den Schadstoffkonzentrationen in der Luft ab, der Expositionsdauer sowie der Sensibilität der den Schadstoffen ausgesetzten Personen. Im Allgemeinen ist zu beobachten:

  • Verlangsamte Atemtätigkeit;
  • Häufigere Atemwegserkrankung (Bronchitis, usw.).

Einige Personen sind sensibler als andere:

  • Personen mit chronischen Atemwegserkrankungen (Asthma) und Herzproblemen;
  • Ältere Menschen und Kleinkinder.

Vermeiden Sie, im Rahmen des Möglichen, sich im Auto in der von erhöhter Luftverschmutzung betroffenen Gegend fortzubewegen. Müssen Sie sich trotzdem fortbewegen, bevorzugen Sie die Fahrgemeinschaft und die öffentlichen Verkehrsmittel, ohne zu vergessen, bei kurzen Strecken zu Fuß zu gehen oder das Fahrrad zu nehmen.

Sehen Sie die Verschmutzungsspitzenwerte voraus, indem Sie Ihre Arbeitszeit anpassen. Entscheiden Sie sich für Telearbeit, wenn Ihr Arbeitgeber es erlaubt.

Bewegen Sie sich mit dem Auto fort, beachten Sie allerdings folgende wenige Hinweise zu einem umweltbewussten Fahren.

  • Fahren Sie langsamer, vor allem auf den schnellen Streckenabschnitten: langsames Fahren verringert den Treibstoffverbrauch erheblich und damit die Schadstoffemission.
  • Behalten Sie eine konstante und fließende Geschwindigkeit bei. Ein Fahren mit wiederholter Beschleunigung/Verlangsamung führt zu einer Erhöhung des Treibstoffverbrauchs.
  • Entscheiden Sie sich für den automatischen Start-Stopp-Betrieb oder stellen Sie den Motor ab, wenn Sie länger als 1 Minute stehen bleiben.

Kontrollieren Sie die Heiztemperatur in den Wohnräumen, indem Sie z. B. die Temperatur um 1 oC reduzieren.

Vermeiden Sie feste Brennstoffe (Holz oder Kohle) für die Zusatzheizung, vor allem bei einem nicht leistungsfähigen Gerät. Im Allgemeinen sollten immer die Regeln und bewährten Praktiken bezüglich der Installation und Verwendung Ihres Ofens berücksichtigt werden (s. 22 Ratschläge).

Schließen Sie das Verbrennen von organischen Abfällen draußen aus (Äste, trockenes Gras, usw.).

Diese unvollständige Liste von Hinweisen ermöglicht es Ihnen auf Ihrer Ebene, sich für eine bessere Qualität unserer Außenluft einzusetzen.